Mutgeschichten: Afrikanische Wochen 2026 in Augsburg
Was bedeutet Mut? Und wo begegnet er uns im Alltag? Die Afrikanischen Wochen 2026 laden vom 25. September bis 16. Oktober dazu ein, diesen Fragen nachzugehen – mit Literatur, Film, Musik, Kulinarik, Gesprächen und Begegnungen. Unter dem Motto „Mutgeschichten – Afrika begegnen“ bringt die Veranstaltungsreihe unterschiedliche Perspektiven aus und über Afrika nach Augsburg und schafft Räume für Austausch, neue Sichtweisen und persönliche Begegnungen.
Mut zeigt sich dabei auf ganz unterschiedliche Weise: in den Gedichten einer ugandischen Autorin im Exil, im Engagement von Journalistinnen, Friedensaktivistinnen und Künstler*innen oder im Alltag von Menschen, die unter schwierigen Bedingungen ihr Leben gestalten. Zugleich verstehen die Afrikanischen Wochen Mut als Einladung an das Publikum: Neuem zu begegnen, Gewohntes zu hinterfragen und eigene Vorurteile loszulassen.
Von Ghana bis Madagaskar – ein vielseitiges Programm
Den Auftakt macht am Freitag, 25. September, ab 18 Uhr das Nkabom-Fest im Annahof und Augustanasaal. „Nkabom“ bedeutet auf Twi „zusammenbringen“ oder „verbinden“ – und genau darum geht es bei dem großen Eröffnungsfest von Akuma for Africa e.V. und den Afrikanischen Wochen: Projektstände, afrikanisches Fingerfood und eine Tombola treffen auf Livemusik von Akuma Paa, Komazama, Naani Kiri und Alex & Friends. Die internationale Formation Alex & Friends vereint Musiker*innen aus Südafrika, Guinea, Ghana und Senegal. Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis.

Literarisch-politisch wird es am Sonntag, 27. September, um 11 Uhr bei der Lesung „Im Mundexil“ mit der ugandischen Schriftstellerin und Aktivistin Dr. Stella Nyanzi im Café Tür an Tür. Ihre Gedichte handeln unter anderem von queerem Leben in Ostafrika, Kindersoldat*innen, „White Saviourism“ und ihrem unfreiwilligen Exil – und erzählen von Mut, Freiheit und der Kraft der Sprache. Die Lesung findet auf Englisch und Deutsch statt, der Eintritt ist frei.

Foto: Konrad Hirsch
Am 2. Oktober lädt das Faire Wine Tasting – Afrika Edition im Café MAK Afrika dazu ein, Wein und Schokolade neu zu entdecken. Neben dem Genuss stehen die Menschen und Geschichten hinter den fair gehandelten Produkten im Mittelpunkt.
Mit aktuellen politischen Themen beschäftigt sich der Themenabend zur Menschenrechtssituation im Sudan am 8. Oktober um 19 Uhr im Zeughaus. Martina Liedke, Sprecherin der Kogruppe Sudan/Südsudan bei Amnesty International, beleuchtet die gravierenden Menschenrechtsverletzungen und zugleich den Einfluss der sudanesischen Zivilbevölkerung und externer Akteure. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
Einen filmischen Blick auf Flucht, Seenotrettung und die Stärke von Frauen wirft am 9. Oktober der Dokumentarfilm „Where the waves took her“. Im Anschluss gibt die Regisseurin Jana Stallein Einblicke in die Entstehung und Hintergründe des Films.
Auch für junge Augsburgerinnen ist etwas dabei: Zum Internationalen Mädchentag findet am 10. Oktober ab 14 Uhr in der Villa das **Shetopia-Festival** statt. Die Afrikanischen Wochen beteiligen sich unter anderem mit der deutsch-tunesischen Schriftstellerin Kaouther Tabai, die über ihren Schreibprozess und den Mut erzählt, den eigenen Weg zu gehen. Der Eintritt ist frei.
Wer Afrika über Musik und Kulinarik kennenlernen möchte, hat ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten: Am 11. Oktober lädt die Katholische Afrikanische Gemeinde zu einem Nachmittag mit westafrikanischen Lobpreisliedern ein. Am 10. Oktober steht beim Kochabend „Kulinarische Vielfalt aus Kamerun“ die kamerunische Esskultur im Mittelpunkt. Und zum Abschluss der Afrikanischen Wochen geht es am 16. Oktober bei einem Online-Kochkurs mit dem madagassischen Koch Andri Randrianasolo um die Küche Madagaskars.

Begegnung statt Klischees
Die Afrikanischen Wochen verstehen sich als Einladung, Afrika nicht auf einzelne Bilder oder Erzählungen zu reduzieren, sondern unterschiedliche Lebensrealitäten, Kulturen und Perspektiven kennenzulernen. Die Veranstaltungsreihe macht die Vielfalt des Kontinents erlebbar, fördert kulturellen Austausch und setzt ein Zeichen für eine offene Gesellschaft.
Veranstaltet werden die Afrikanischen Wochen seit 1989 von der Werkstatt Solidarische Welt e.V. Das vollständige Programm mit allen Terminen und Informationen zu Anmeldung und Eintritt ist demnächst hier und im Programmheft der Afrikanischen Wochen zu finden.
Terminübersicht – Save the Dates!
