Internationale Wochen gegen Rassismus
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 finden vom 16. bis zum 29. März 2026 statt. Auch die Werkstatt beteiligt sich wieder am Programm.
Das Programm für 2026 steht. Mit bestehenden und neuen Formaten setzt sich die Stadt Augsburg für Vielfalt und gegen Rassismus, Diskriminierung und weitere Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit ein.
Programm der Werkstatt
Der Koloniale Stadtrundgang mit Station im Weltladen Augsburg macht globale Zusammenhänge deutlich und beleuchtet Stadtgeschichte aus einer etwas anderen Perspektive. Denn von den Römern über die Fugger und Welser bis hin zur Konsumwelt der Gegenwart ist Augsburg immer wieder Schauplatz kolonialer Einflüsse und Auswirkungen gewesen.

Referentin Sandy Tran zeigt uns in ihrem Vortrag wo die historischen Wurzeln des anti-südost- und ostasiatischen Rassismus liegen und in welchen Formen er uns heute begegnet. Nach dem 45-minütigen Input schließt sich ein geschützter Erfahrungsaustausch für Betroffene mit asiatischen Bezügen an. Sandy Tran, ist hauptberuflich Sozialarbeiterin, unterstützte organisatorisch unterschiedliche Communities wie fépar oder korientation e.V., und ist Mitgründerin und aktuell aktiv in der vietnamesisch-deutschen Gruppe “pho our community“.
Im Rahmen des Just Kids Festivals wird die Referentin einen zusätzlichen Workshop für Schulklassen anbieten.

Daumen drücken für den Dokumentarfilm “I Am the River, the River Is Me”!
Das traditionsreiche Thalia-Kino in Augsburg ist trotz der Insolvenz der ARB Kino GmbH gerettet. Die Betreiber des Kinos Liliom übernehmen den Standort am Obstmarkt sowie die Gastronomie zum 1. März 2026, wodurch der Spielbetrieb und die Arbeitsplätze gesichert sind. Derzeit ist leider noch unklar, ob und wo unser dritter Programmpunkt, der Dokumentarfilm “I Am the River, the River Is Me”, gezeigt werden kann. Wir halten euch auf dem Laufenden!
“I Am the River, the River Is Me” (FSK 12/88 Minuten) aus dem Jahr 2024 ist ein Dokumentarfilm über den jahrzehntelangen Kampf der Māori für den Schutz des Whanganui River in Aotearoa/Neuseeland, dem ersten Fluss der Welt, der als Rechtsperson anerkannt wurde.
Der Māori-Flusswächter Ned Tapa nimmt Filmemacher*innen, internationale Wasservertreter*innen und Aktivist*innen mit auf eine Kanufahrt auf dem Whanganui River in Aotearoa, Neuseeland. Der 320 Kilometer lange Fluss ist der erste weltweit, der als juristische Person anerkannt wurde. Seit über 150 Jahren kämpfen die Māori leidenschaftlich für den Schutz ihrer heiligen Lebensader. Auf diesem spirituellen Wasserweg teilen die Reisenden Geschichten von Widerstandskraft, Zerstörung und Heilung. Durch den Geist des Flusses als Begleiter und Erzähler reflektiert der Film über indigene Weisheit, die Verbundenheit allen Lebens und die globale Bewegung für die Rechte der Natur. Ein Aufruf, unsere Wertesysteme gegenüber der Natur und der Gemeinschaft zu überdenken – zum Wohle allen zukünftigen Lebens auf der Erde.
Internationale Wochen gegen Rassismus
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden jedes Jahr zwei Wochen lang rund um den 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, statt. Dieser wurde 1966 von den Vereinten Nationen ausgerufen. Augsburg beteiligt sich am deutschlandweiten Projekt, welches seit 2008 besteht und unter der Schirmherrschaft Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus steht, seit 2021. Die Gesamtkoordination des Programms liegt dabei beim Büro für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg. Institutionen und Vereine sind aufgefordert, sich mit eigenen Formaten zu beteiligen, die dann in den gemeinsamen Veranstaltungskalender aufgenommen werden.
Das KARO [10]
Wie bereits in den letzten Jahren wird es auch 2026 wieder einen Pop-Up-Store in den Wochen gegen Rassismus geben. Dieses mal an einem besonderen Ort: Im KARO [10]. Ausstellungen, Lesungen, Musik, Workshops, Netzwerktreffen, Co-Working, Sport und mehr – mit „KARO [10]“ belebt das Referat für Kultur, Welterbe und Sport den Leerstand des ehemaligen Rübsamens in der Innenstadt. So entsteht ein temporärer Begegnungsraum für Akteurinnen und Akteure aus Kultur, Kreativwirtschaft, Sport, Sozialem und Bildung.
erstellt am: 09.01.2026 von Julia Kabatas
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