Fairtrade: Einkommen für Kakaobauern steigt

Fairer Handel wirkt: Eine neue Studie belegt, dass das Einkommen der Kakao-Farmer in Westafrika durch die Umsätze im Fairen Handel gestiegen ist. Wie Fairtrade Deutschland in einer Pressemitteilung schreibt: „Fairtrade-Kakaobäuerinnen und -bauern im westafrikanischen Côte d’Ivoire haben ihr Einkommen in den letzten Jahren um 85 Prozent gesteigert. Der Anteil derer, die in extremer Armut leben, sank deutlich. Das zeigen Ergebnisse einer aktuellen Studie. Durchschnittlich lag das jährliche Haushaltseinkommen einer Kakaobauernfamilie 2020/2021 demnach bei 4.937 USD und damit 85 Prozent höher als im Untersuchungszeitraum der Vergleichsstudie von 2016/2017.“

Die Studie „Cocoa Farmer Income“ wurde von Fairtrade beauftragt und durch das niederländische Impact Institute durchgeführt. Für die Studie wurden 384 Bäuerinnen und Bauern aus 16 Fairtrade-zertifizierten Kakao-Kooperativen befragt, um Verbesserungen und Veränderungen zu messen, die seit 2016/17 stattgefunden haben – unter anderem bei der Haushaltsgröße, dem Kakaoertrag und der Diversifizierung im Anbau.

Die damalige Studie führte dazu, dass der Fairtrade-Mindestpreis und die Prämie um 20 Prozent angehoben wurden (gültig seit Oktober 2019). Fairtrade ist das einzige Zertifizierungssystem mit einem festgelegten Mindestpreis, der als Sicherheitsnetz dient, wenn die Marktpreise fallen.

Zur Pressemeldung von Fairtrade Deutschland

Zur Studie: Cocoa Farmer Income, Juli 2021 (englisch)

Titelfoto: Pixabay

erstellt am: 03.08.2021 von Sylvia Hank

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