Faire Weihnachten!

Zwischen Konsumrausch und Umweltverschmutzung, ausbeuterischer Kinderarbeit und Tierleid – in der Weihnachtszeit gibt es genügend Möglichkeiten, seinen CO2-Abdruck zu vergrößern und der Umwelt und Mitwelt schlechtes zu tun. Zwei Monate vor dem Fest möchten wir aber auch dazu motivieren: es geht anders. Im Folgenden finden Sie faire Alternativen und Tipps.

Essen & Trinken: bio, fair, regional, saisonal

  • Fleisch verbraucht mehr Ressourcen als Gemüse oder Getreide. Wenn es der Festtagsbraten sein soll, dann aus heimischen Biobauernhöfen wo die Tiere artgerecht gehalten werden.
  • Generell gilt: von einer nachhaltigen, saisonal-regionalen Speisenwahl haben alle etwas. Mengen genau kalkulieren und die Reste vom Festessen verwerten (Zu gut für die Tonne) oder bei Foodsharing teilen.
  • Schokolade, Adventskalender und Nikolaus gibt es aus fairen Handel im Weltladen – Weil faire Produkte für existenzsichernde Löhne, und gegen ausbeuterische (Kinder-)Arbeit weltweit sorgen
  • Zutaten für den Plätzchenteig wie Zucker, Zimt oder Nüsse gibt es ebenfalls fair zertifiziert.

Geschenke: nachhaltig und langlebig

  • Statt Geschenkpapierberge gibt es auch alternative Verpackungen: Zeitungspapiere, Tücher, alte Kalenderblätter, alte Straßenkarten, wiederverwendetes Geschenkpapier, Dosen, Gläser, Pappboxen, Tüten oder Recycling-/Öko-Papier verwenden
  • plastikfreie, hochwertige, langlebige Produkte statt billigem Ramsch – achten Sie auf Zertifizierungen wie Öko- oder Fair-Siegel
  • Geschenke aus dem Weltladen (Wein, Kosmetik, Schmuck, Pralinen, Kunsthandwerk, …) oder lokalen Künstler*innen und Produzent*innen machen eine große Freude. Jedoch: jedes Geschenk, was sonst im Regal einstaubt, ist nicht nachhaltig. Schenken Sie doch auch mal Zeit statt Zeug.
  • Spielzeug für Kinder gibt es nach fairen Kriterien (Mehr Infos beim Bündnis fair spielt
  • Geschenke aus dem lokalen Einzelhandel vermeiden lange Transportwege und Verpackungsmüll

Festtagsatmosphäre und Deko

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum
  • Tannenbäume aus Plantagen werden oftmals gespritzt und gedüngt, und landen nach 2 Wochen auf dem Müll nachdem sie mitunter einen weiten Weg zu Ihrem Wohnzimmer hinter sich haben
  • Alternativ gibt es Mietbäume, die nach Weihnachten wieder eingepflanzt werden, doch auch hier muss großer Aufwand betrieben werden
  • Bio-Weihnachtstannen wachsen in Mischkulturen auf und sind dadurch weniger anfällig für Schädlinge. Diese Bäume sind nach Kriterien des ökologischen Land- oder Waldbaus zertifziert (Bioland, FSC, …)
  • Die Nordmanntanne ist keine einheimische Baumart, Fichten oder Kiefern hingegen wachsen regional. Ihr Kauf vermeidet lange Transportwege und unterstützt heimische Forstbetriebe.
Kerzenlicht 
  • Kerzen aus fairem Handel sind oftmals palmölfrei, es werden also keine Regenwälder in ausbeuterischer Arbeit abgeholzt.
  • Es gibt außerdem umweltfreundliche Bienenwachskerzen vom lokalen Imker.

Dekoration

  • Advents- und Weihnachtsdeko aus Holz oder Stroh schmückt das Haus langlebig und dadurch nachhaltig,
  • Übrigens gibt es Pflanzen und Blumen, u.a. den Weihnachtsstern, auch aus fairtradezertifiziertem Anbau

Und welche Ideen kennen Sie? Verraten Sie mir Ihre Tipps und Tricks für ein faires Weihnachten unter promotorin@werkstatt-solidarische-welt.de


Quellen und Lesetipps

Titelbild: Jill Wellington, Pixabay

erstellt am: 29.10.2019 von Henriette Seydel

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